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Die Abrechnung von Digitalen Gesundheitsanwendungen

Haben Sie schon DiGA verordnet und auch abgerechnet? Dann wissen Sie, dass es hierbei immer wieder Änderungen zu beachten gibt. Derzeit gibt es für Sie 4 relevante Gebührenordnungspositionen (GOP), die Sie beim Verordnen einer DiGA kennen sollten. Wir haben für Sie den aktuellen Stand der Abrechnungsziffern nach EBM und GOÄ zusammengestellt.

Erstverordnung

Ist eine Anwendung im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet, kann von Ärztinnen und Ärzten und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten die Erstverordnung mit der GOP 01470 abgerechnet werden. Dies gilt sowohl für vorläufig als auch für dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistete DiGA. Die GOP 01470 bringt 18 Punkte, dies entspricht 2,03 Euro. Möglich ist eine Abrechnung im Behandlungsfall. Werden einer Person unterschiedliche DiGA verordnet, kann diese GOP im Behandlungsfall auch mehrfach berechnet werden. Achten Sie dann darauf, im Begründungsfeld jeweils die verordnete DiGA zu benennen. Die GOP 01470 ist bis zum 31. Dezember 2022 gültig, danach wird die Erstverordnung Teil der Versichertenpauschale.

Neue Pauschale für die Verlaufskontrolle 

Beim Verordnen vorläufig zugelassener DiGA gibt es eine Neuerung: Nach der Erstverordnung können Sie seit dem 1. Mai 2022 mit einer neuen Vergütungspauschale auch die Verlaufskontrolle berechnen. Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt. Die Pauschale honoriert zusätzliche ärztliche und psychotherapeutische Leistungen, die bei der Anwendung vorläufig zugelassener digitaler Gesundheitsanwendungen erforderlich sind. Dies betrifft beispielsweise die DiGA zanadio, welche bei Adipositas verordnet werden kann. Die neue Pauschale hat die GOP 86700 und beträgt derzeit 7,12 Euro. Auch diese Gebührenordnungsposition ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Über diese GOP können Sie beispielsweise die DiGA zanadio abrechnen, welche bei Adipositas verordnet werden kann.

Gut zu wissen: Die Pauschale ist pro DiGA einmal im Behandlungsfall berechnungsfähig; im Krankheitsfall kann sie je DiGA höchstens zweimal abgerechnet werden, allerdings nicht neben der GOP 01470 für die Erstverordnung derselben DiGA.

Besonderheiten bei ViViRA und somnio

Zwei digitale Gesundheitsanwendungen haben zur Abrechnung der Verlaufskontrolle sogar ihre eigene GOP.

Bereits seit dem 01. Januar 2022 wurde der DiGA somnio vom Bewertungsausschuss ein Sondernutzen bescheinigt, sie kann bei Schlafstörungen helfen. So lässt sich mit der GOP 01471 für somnio einmal im Behandlungsfall abrechnen; mit 64 Punkten und einem Abrechnungsbetrag von 7,21 Euro.

Ab dem 01. Juli 2022 kann auch für die DiGA ViViRA, die dauerhaft im BfArM-Verzeichnis aufgenommen wurde und bei schmerzhaften Rückenbeschwerden helfen kann, eine Pauschale für die Verlaufskontrolle abgerechnet werden:  Die GOP 01472 hat ebenfalls 64 Punkte (7,21 Euro). Diese GOP kann zweimal im Krankheitsfall abgerechnet werden.

DiGA nach GOÄ abrechnen

Für Privatpatienten ist die DiGA-Verordnung einfacher abzurechnen. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die GOÄ-Nr. 76 als analoge Bewertung für die neue Leistung eingeführt. Hier wird Verordnung und gegebenenfalls Einweisung und Kontrolle der Messungen zusammengefasst und mit dem Faktor 2,3 berechnet. Weitere Leistungen wie eine Beratung und Hygienmaßnahmen im Zusammenhang mit SARS-Cov-2 können hinzugefügt werden, ausgeschlossen neben der A76 sind die die GOÄ-Nrn. 2, 3 und 435.

DiGA-Abrechnungsziffern – aktueller Überblick

DiGA-Abrechnungsziffern

Gerne lassen wir Ihnen die Übersicht über alle aktuell relevanten Abrechnungsziffern zukommen: Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an kontakt@digainfo.de oder rufen Sie uns an: 030-577137830.

Auf unserer DiGA-Verordnungshilfe haben wir Ihnen auch die wichtigsten Abrechnungsziffern aufgeführt. Die praktische DiGA-Verordnungshilfe können Sie hier kostenfrei bestellen:

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